Zelt undicht

Reisepech



Reisepech braucht kein Mensch, und trotzdem passiert natürlich hin und wieder etwas. Doch gebündeltes Reisepech in einer einzigen Reise ist schon speziell. Die besagte Reise ist schon länger her. Vor kurzem fand ich meine Aufzeichnungen über unser Reisepech wieder und möchte hier mal die Liste der Missgeschicke zeigen, die uns widerfahren sind. Wir fuhren mit dem Zug nach Kopenhagen und starteten da unsere Fahrradreise durch Schweden. Das Pech war unser ständiger Begleiter. Heute können wir über diese Pechsträne lachen und deshalb teile ich sie gerne. Viel Spass beim Lesen.

Reisepech in Serie – Was auf einer Reise alles schief gehen kann

Tag 1

Auf der Zugfahrt entdecke ich einen Riss in der Fahrradhose. Dank Nähzeug kann ich ihn flicken.

Tag 2

Wir nehmen die Strecke vom Bahnhof Kopenhagen Richtung Norden unter die Räder. Doch an meinem Liegerad springt ständig die Kette hinten über das Ritzel. Wir müssen beim nächsten Radladen um Hilfe bitten. Das dauert viele Stunden, denn es ist kein Rohloff Schlüssel aufzutreiben. Wir hätten während der Vorbereitungen nicht nur die Kette, sondern auch das Ritzel wechseln sollen. So passt die neue Kette nicht zu den verschlissenen Zähnen.

Tag 3

Am Morgen nach der ersten Nacht auf dem Camping ist das Hinterrad am Lieger platt. Ich fülle Luft und es scheint alles in Ordnung. Doch wenige Minuten nach dem Start muss ich an einer Kreuzung den Schlauch flicken.

Reisepech schon zu Beginn, die erste Reifenpanne

Tag 4

Ich verliere den Duschschlüssel. Die Suche dauerte bis zur Tagesmitte, aber ich finde ihn wieder.

Tag 5

Wir lassen Räucherfisch (vacuumverpackt) vor dem Zelt liegen und gehen Duschen. Danach sind Krähen da und der Fisch ist weg. Zur Strafe gibt es für uns nur Brot und Wasser. Wir lassen nie wieder Essen herum liegen.

Tag 7

Das Hinterrad des Liegers “explodiert” während der Fahrt. Riss im Reifen und Schlauch komplett hinüber. Kein Ersatzreifen dabei.
Am normalen Rad löst sich die hintere Bremse nicht mehr.

Reisepech - Hinterreifen geplatzt

Tag 8

Der Verschluss der Aufbewahrungsbox von Essen geht kaputt.

Tag 9

Wir verlieren einen kleinen Löffel, können ihn aber ersetzen mit einem Löffel, der bei Eiscrème im Becher mit dabei ist. Man muss sich halt zu helfen wissen. 😉

Tag 10

An einer Brille bricht eine Ecke weg.

Tag 11

Der Rest des Brillenrahmens bricht weg. Wir können ihn mit Schnellkleber flicken. So langsam reichts. Soviel Reisepech kann man doch gar nicht haben.

Tag 12

Am Liegerad ist der Ständer irgendwie nach aussen gebogen. Wir biegen ihn mit Gewalt zurück.

 

 

Tag 14

Am Zelt, das seit 2 Tagen problemlos rumsteht, bricht einfach so eine Zeltstange und reisst das Zelt auf 50 cm auf, während wir daneben sitzen und Backgammon spielen.

Zeltstange gebrochen - Reisepech

Tag 15

Der Ständer ist unbrauchbar. Ich kaufe einen neuen Hebie Ständer.
Auf der Weiterfahrt bricht im Batteriefach des Garmin GPS eine Kontaktlamelle ab. Ich kann mit Alufolie flicken.

Tag 16

Der neue Ständer ist zu tief und setzt beim Fahren auf. Nach dem Lunch hat er sich dann total gelöst und lässt sich mit unseren Werkzeugen nicht mehr festziehen. Ich schmeiss das Teil in den nächsten Papierkorb.

Tag 17

Der Bügel meiner Chasco Überbrille ist gebrochen. Mit Leim und Tape geflickt.

Tag 19

Das neue Zelt, bei Naturbolaget in Växjö gekauft, ist undicht. In dieser Regennacht werden wir durch das sonore blobb – blobb – blobb fallender Tropfen im Zelt geweckt. Die Pfütze ist ansehnlich, Teile der Ausrüstung und Kleider sind nass.

Zelt undicht - Reisepech Reisepech - Das neue Zelt ist undicht
Tag 20
Meine Regenhose hat zwei Löcher durch Reibstellen und an den wasserdichten Handschuhen geht eine Naht auf. Man empfiehlt uns einen weiteren Outdoorladen: Naturkompaniet.

 

Wir sind inzwischen in Linjöping angekommen und nehmen uns ein Zimmer in der Jugendherberge. Kriegsrat wird gehalten. Erst wollen wir ein Auto mieten, um das Zelt zurück zu bringen und umzutauschen. Doch dann kommen wir auf die Idee, mit dem Mietauto nach Hause zu fahren, um die Reise danach mit unserem Auto fortzusetzen.

   

Das Reisepech folgt uns auf Schritt und Tritt

  • Auf der Autobahn steigt plötzlich der Tempomat aus. Nach einem Reset funktionierte er wieder.
  • Aus dem neu gekauften Wasserkanister laufen 18 Liter Wasser aus. Die Teppiche und der Boden im Auto sind tropfnass. Das Wetter ist ebenfalls regnerisch. So dauerte es ewig, bis die Feuchtigkeit aus dem Wagen ist. Ständig sind die Scheiben beschlagen.
  • Beim Zuschlagen der Türe fällt der Rückspiegel herunter.
  • Jemand ist uns vorne ins Auto gefahren. Es hat eine Beule im Nummernschild.
  • An der hinteren Türe ist plötzlich eine Delle.
  • Der Radträger ist hinten rechts kaputt.
  • Wir werden auf der Fahrt nach Worpswede auf dem Radweg von einem Auto angefahren. Einige Schrammen und eine Acht im Hinterrad sind das Resultat.
  • Auf der kurzen Fahrt zum Abendessen rutsche ich mit den Crocs von der Pedale und schramme mir die Ferse blutig.
  • Auf dem Campingplatz fahre ich rückwärts in einen Pfosten. Ist nichts passiert.
  • Steinchen in die Windschutzscheibe, am nächsten Tag ist da ein Riss. Es ist der letzte Urlaubstag. Zum Glück ! Reisepech vorbei.

Reisepech: Unfall am Radweg Bremen - Worpswede

Geschenkideen

Kommentar erstellen