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Motorrad und Fähre   Kürzlich aktualisiert !


Motorrad und FähreEs gibt für Motorradreisende einige Destinationen, die nur oder am Besten mit der Fähre erreicht werden können. Dazu gehören Korsika, Sardinien, die Balearen (Mallorca) und Marokko, Tunesien und einige mehr. Gerade bei Übernachtfahrten ist die Fähre ein toller Einstieg in den Motorradurlaub. Hier bist Du richtig, wenn Du mehr Infos zum Thema Motorrad und Fähre haben möchtest.

Die Fähre ist ein attraktives Transportmittel. Man hat auf dem ganzen Schiff viel Bewegungsspielraum. Es gibt Bars und Restaurants. Das Essen variert von unterem Mittelmass bis gut und ist zumindest bekömmlich (Du verstehst, was ich meine?). Die Preise sind etwas erhöht, aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Vorbereitungen

Die Webseite der Fährgesellschaft stellt viele Informationen bereit.

Packe am Besten so, dass Du nur eine Tasche in die Kabine nehmen musst. Das Topcase bietet sich an, weil man da immer ran kommt. Sobald die Tasche draussen ist, kann man Helm und Jacke hinein legen. Geht das nicht, ist der rechten Seitenkoffer zu bevorzugen. An den kommt man leichter ran als an den Linken. Der rechte Koffer ist nämlich beim abgestellten Fahrzeug einiges höher und praktisch geneigt. Normalerweise werden die Motorräder zuerst eingecheckt. Man kommt also gut an den rechte Seitenkoffer, bis sich die Fahrzeugspur füllt.

Lerne die geeigneten Abspannpunkte an Deinem Motorrad kennen. Es gibt offensichtlich gut geeignete Stellen und dahinter ist eine Bremsleitung versteckt oder sonst etwas, das nicht abgeklemmt werden darf. Schau, wie man Seile spannen kann, ohne dass sie scheuern. Wenn’s ohne nicht geht, kann man Handschuhe, Halstuch oder Socken unterlegen.

Einchecken

Das Prozedere kann je nach Hafen variieren. Auf dem Hafenareal und an Bord gilt Helmpflicht. Man darf keinen Meter ohne Helm fahren.

Nach einer ersten, kurzen Kontrolle in der Einfahrt zum Hafengelände kommt man an einen Checkpoint, wo man die ausgedruckte Ticketbestätigung, die man per Mail bekommen hat, zeigen muss, zusammen mit einem Personalausweis. Dann bekommt man einen Kleber auf die Scheibe (lässt sich gut ablösen) und auf die Ticketbestätigung. Die grosse Nummer ist die Kabinennummer.

Motorrad und Fähre

Verzurren der Motorräder

Es gibt Einweiser. Lass Dich nicht hetzen, es eilt nämlich nicht, es fühlt sich nur so an. Feuchter Metallboden ist rutschig, nicht nur für die Reifen, sondern auch für die Füsse. Es gibt runde Metallnoppen am Boden, in die die Zurrgurte eingehängt werden. Man sollte nicht über diese Hubbel fahren.

Die Motorräder müssen mit der linken Seite zur Wand auf dem Seitenständer abgestellt werden. Man muss derart nah an die Wand fahren, dass man nur nach rechts absteigen kann. Achte darauf, dass zur Wand einige cm Spielraum bleiben, wenn das Motorrad auf dem Seitenständer steht. Rechts darf man nicht in die Fahrspur kommen. Lege den 1. Gang ein und stelle die Maschine auf den Seitenständer. Bist Du mit dem zugewiesenen Platz nicht einverstanden, sage es dem Einweiser und bleibe hartnäckig, aber freundlich. Er spricht vielleicht nicht Deine Sprache, aber er wird Dich Dank Deiner Gestik verstehen.

Pack den Helm ins Topcase oder mache ihn irgendwo am Motorrad fest. Die Handschuhe kann man benutzen, um sie an heiklen Stellen unter die Seile oder Gurte zu legen, um Scheuern zu verhindern. In der Regel ist beides vorhanden. Die Crew versteht ihr Handwerk. Trotzdem sollte man dabei bleiben und zeigen, wo die Seile oder Gurte nicht befestigt werden dürfen. Z.B. sollten Bremsleitungen nicht abgeklemmt werden. Man kann aber gerne beim Motorrad bleiben und sich davon überzeugen. Es ist nicht falsch, wenn man das fertig verzurrte Motorrad fotografiert. Merke Dir, auf welchem Deck und in welcher Sektion Dein Gefährt steht.

Kabinen

Vermutlich wirst Du auf dem Deck, wo Deine Kabine liegt, von einem Steward (oder einer Stewardesse) begrüsst und zur Kabine geführt. Er zeigt Dir, wie der Öffnungsmechanismus der Türe funktioniert. Innenkabinen haben keine Fenster. Die Kabinen sind klein und zweckmässig eingerichtet. Vier Einzelbetten (2 sind abgeklappt), Kasten, Bad mit Dusche. Sie sind gut ausgeleuchtet und haben eine Lüftung, der man manchmal auf die Sprünge helfen muss. Es lohnt sich, Aussenkabinen zu buchen. Dank des Fensters verliert man den Bezug zur Realität nicht und vor allem sieht man am nächsten Morgen, was für Wetter einen erwartet. Man kann auch Innenkabinen buchen und dann auf dem Schiff bei der Rezeption ein Upgrade machen, also in eine höhere Kategorie wechseln. Die Kosten sind dieselben.

Das Leben an Bord

Die Temperaturen auf der Fähre sind angenehm. Auf einer Fähre gibt es eine Rezeption, die allfällige Fragen beantwortet. Es gibt Restaurants und Bars. Die Essenszeiten sind auf einer kleinen Tafel beim Restauranteingang notiert. Spätestens wenn das Land ausser Sicht ist, ist auch Schluss mit Internet. Die Fähre gehört zu dem Land, unter dessen Flagge sie fährt. Danach richten sich die Währung an Bord und die Sprache der Mitarbeiter, die grundsätzlich mehrsprachig sind. Es gibt Aufenthaltsräume mit TV oder mit Tischen und auch an Deck gibt es einiges zu sehen.

Verlassen der Fähre

Jetzt weisst Du schon fast alles zu Motorrad und Fähre. Kommt die Fähre früh morgens an, spielt es schon eine Rolle, wann man aufstehen und bereit sein muss. Frag zur Sicherheit an der Rezeption der Fähre nach. Einen Wecker muss man nicht stellen. Die Crew will ihre Gäste rechtzeitig von Bord haben und so wird man viel zu früh von einer Lautsprecherdurchsage geweckt. Es gibt auch Frühstück. Die Ladedecks werden erst geöffnet, wenn die Fähre im Hafen angelegt hat. Auch dann lohnt es sich nicht, sich zu beeilen. Die ungeduldigen Automobilisten lassen die Motoren sehr bald an und dann wartet man im Smog.

Aufpassen, ob noch Gurte rumliegen oder sogar noch festgemacht sind. Wegräumen! Kontrolliere das Motorrad auf Schäden. Die müssten vor der Ausfahrt gemeldet werden. Fotos machen. Die Ausfahrt selber ist einfach. Da nicht bekannt ist, ob man die Pässe zeigen muss, hält man sie am besten griffbereit.

Kurzfilm Motorrad und Fähre

Damit Du Dir vorstellen kannst, was Dich erwartet, gibts hier ein kleines Video. Danach bist Du bestens gerüstet zum Thema Motorrad und Fähre.

   

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