Perfekt


Bevor wir richtig auf Strecke gingen, kauften wir nochmals im Intermarché am Ortsausgang ein und zwar sowohl für den Lunch als auch für das Abendessen. Dann fuhren wir teils auf kleinen Strässchen, teils auf der Hauptstrasse nach Batalha, wo wir das Kloster besichtigten. Unterwegs suchten wir sehr lange nach einem Rastplatz für eine Kaffeepause. Als ich mich über Funk beklagte, wir würden wohl nie etwas Passendes finden und müssten jämmerlich verdursten, wartete hinter der nächsten Kurve der perfekte Rastplatz auf uns. Es gab nicht nur einen Tisch im Schatten, sondern sogar Wasser, und wir konnten die Motorräder problemlos parken, was selten ist. Meist hat es ein hohes Bord zu den Ausstellplätzen, die nicht geteert sind. Das Kloster in Batalha ist wunderschön, aber in der Motorradrüstung ist es zu heiss, alles zu besichtigen. Zudem ist das Gemäuer innen nicht halb so schön wie aussen.

   

Wir fragten den Chauffeur eines Kleinbusses, weshalb er den Motor laufen liesse, wenn er geparkt sei. Er erklärte uns, das sei wegen der Klimaanlage. Die sei aber schlecht, kühle viel zu stark, deshalb habe er gleichzeitig alle Fenster und Türen offen. Einfaches Gemüt oder einfach nur blöd? Während wir in der CH oder in D am laufenden Band abgestraft werden, lässt man hier die Motoren immer laufen, auch ohne Klimaanlage.

50 km vor Coimbra wollten wir noch eine letzte Kaffeepause machen. Es klingt unglaublich, aber wir hatten uns noch nicht fertig abgesprochen, tauchte ein schöner Rastplatz im Wald auf, ebenfalls mit Tisch und Quellwasser. Perfekt!

   

Die folgende Strecke bis Coimbra war der Hammer. Sooo schön! Auch der Camping ist super. Die Dusch- und WC-Kabinen sind riesig, das Wasser schön warm. Nur beim Abwasch gibts nur kaltes Wasser. Was denken die, wie man fettige Pfannen und Teller sauber bekommt?

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